Anbaugebiete, Aussaat und Ernte

Um 1900 scheint die Bayerische Rübe in ganz Bayern verbreitet gewesen zu sein. Nachfolgende Karte zeigt die Regierungsbezirke und die Landkreise von Bayern. in denen Dokumente über den Anbau der Rübe gefunden wurden:
       Oberbayern: Dachau (DAH), Freising (FS), Kloster Tegernsee im Landkreis Miesbach (MB), 
       Mittelfranken: Nürnberg (N),
       Niederbayern: Gäuboden (SR),  Passau (PA),
       Schwaben: Jettingen im Landkreis Tübingen (T)
       Oberpfalz: Pfatter im Landkreis Regensburg (R) hat die Bayerische Rübe im Wappen.


Regierungsbezirke und Landkreise in Bayern

Heute (Stand Juni 2001) wird sie nur noch von wenigen Bäuerinnen im Dachauer Land (DAH) angebaut und vermehrt.
Die Saatzeit ist ähnlich wie bei der Stoppelrübe nach der Getreideernte. Bauernregel: “St.Oswald (5. August) – wachsen die Rüben bald“. Nachdem das Stoppelfeld umgebrochen war wurde sie von Hand, wegen der kleinen Samen oft mit Sand vermischt, ausgesät. Die Beimischung von Sand ist nötig, um einen sehr dünnen Bestand zu erhalten, da dicht nebeneinanderstehende Rüben nur sehr kleine Rübenkörper ausbilden. Geerntet wird sie Allerheiligen. Zur Ernte wird eine Grabgabel benötigt, da der Rübenkörper so tief in der Erde steckt, dass er ausgegraben werden muss. Für den Bedarf im Winter werden Rüben im Rübenkeller mit Sand bedeckt konserviert.

Betreuung: Dr. H. Amon
zuletzt geändert: November 2009